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Primaten - "Herrentiere" - sind eine Untergruppe der
Säugetiere; die Gruppe, zu der alle Halbaffen, Affen und, zoologisch
betrachtet, auch der Mensch gehören.
So klar auf den ersten Blick die Unterscheidung zwischen Primaten und
anderen Säugern erscheinen mag, es ist gar nicht so einfach, klare Merkmale
zu finden, die allen Primaten gemeinsam sind und die sie von allen anderen
Säugern unterscheiden (Synapomorphien). Typisch für Primaten ist eher eine Kombination
unterschiedlicher, teils urprünglicher, teils abgeleiteter Merkmale.
Beispielsweise:
Bei den Primaten handelt es sich wohl um eine monophyletische
Gruppe, alle heutigen Primaten sollten demnach von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen.
Diesen Vorfahren muß man sich wohl als eine Form vorstellen, die den heutigen
Spitzhörnchen, Tupaias, ähnlich gewesen sein könnte.
Die ältesten Fossilien, die Primaten zugeordnet werden, sind etwa 55
Millionen Jahre alt und fallen damit in die Zeit der Säugerausbreitung nach
dem Aussterben der Saurier (ca. 65 Mill. Jahre). Primaten kann es allerdings
schon früher gegeben haben. Genomanalysen deuten auf ein Alter von bis zu
90 Millionen Jahren hin.
Die Abbildung vermittelt die grundsätzlichen Beziehungen zwischen den Hauptgruppen innerhalb der Primaten. Die Zeitachse gibt eine ganz grobe Orientierung für die unterschiedlichen Aufspaltungen
Die Einordnung des Menschen in das System der Primaten:
(vereinfacht nach Geissmann, 2003)
Diese Einteilung entspricht einer kladistischen Vorgehensweise, d.h. es wird in erster Linie versucht, Gruppen zusammenzufassen, die eine gemeinsame Abstammung haben (monophyletische Gruppen). Die Einteilung beruht zum Teil auch auf molekulargenetischen Befunden. Wenn rein morphologische Aspekte mehr berücksichtigt werden, können sich daraus Abweichungen ergeben. Vgl. z.B.
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