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Universitšt Regensburg
Fotolabor Biologie

Fotolabor

Info des Fotolabors

SW Papierentwickler
Papierentwickler

Agfa Neutol Liquid

Neutol, Neutol Liquid NE und Neutol Liquid WA
Hochwertige Entwicklerkonzentrate, die nach Verdünnen mit Wasser gebrauchsfertig und für die Verarbeitung in Schale, Trommel und Walzentransportmaschinen geeignet sind. Neutral- bis warmschwarzer Bildton. Rasches Anspringen, hohe Empfindlichkeitsausnutzung und gute Schleiersicherheit sind die besonderen Qualitätsmerkmale der Entwickler. Eine spezielle Kalkstabilisierung verhindert auch bei sehr hohem Durchsatz die sonst bei Flüssigentwicklern beobachtete Trübung.
 

Ansatzvorschriften

Das Entwicklerkonzentrat wird mit Wasser von ca. 30 °C auf das gewünschte Endvolumen aufgefüllt und gut durchgemischt. Der Entwickler ist nach Abkühlen auf die Arbeitstemperatur gebrauchsfertig. Das Konzentrat sollte nach der Entnahme von Teilmengen nicht in der Kunststoff-Flasche aufbewahrt werden.

Vorratslösung (1 + 3):
Wenn die gesamte Konzentratmenge nicht auf einmal verbraucht wird oder unterschiedliche Verdünnungen hergestellt werden sollen, empfiehlt sich der Ansatz einer konzentrierten Vorratslösung (= 1 Teil Konzentrat + 3 Teile Wasser). Diese Lösung kann als besonders kräftig arbeitender Entwickler auch unverdünnt verwendet werden (siehe Verdünnungstabelle).

Normalverdünnung (1 + 7), (d. h. 1 Teil Vorratslösung + 1 Teil Wasser):
Diese Verdünnung ist zu empfehlen, wenn der Entwickler über einen längeren Zeitraum bei geringem Tagesdurchsatz verwendet wird. Ein Nachfüllen mit gleicher Lösung ist nur erforderlich, wenn der Schaleninhalt nicht mehr ausreicht. Haltbarkeit der Normalverdünnung etwa eine Woche.

Sparverdünnung (1 + 11), (d. h. 1 Teil Vorratslösung + 2 Teile Wasser):
Die Sparverdünnung ist besonders wirtschaftlich, wenn ein großer Tagesdurchsatz anfällt und sich der Schaleninhalt rasch erschöpft. Die Sparverdünnung ist zwar weniger haltbar (nicht länger als ein Tag), ermöglicht aber eine noch bessere Ausnutzung der Ergiebigkeit und damit besonders niedrige Kosten. Im Interesse einer guten Arbeitskonstanz sollte die verschleppte Entwicklermenge mehrmals am Tag durch Nachfüllen mit gleicher Menge Frischlösung ausgeglichen werden.

Verdünnungen

Konfektionierung Konzentrierte
Vorratslösungen
1 + 3
Normal-
verdünnung
1 + 7
Spar-
verdünnung
1 + 11
1.25 Liter
(für 10 - 15 Liter)
5 Liter 10 Liter 15 Liter
5 Liter
(für 40 - 60 Liter)
20 Liter 40 Liter 60 Liter
Der Inhalt des Kunststoffkanisters (für 40-60 Liter Lösung) kann je nach Bedarf auch in Teilmengen entnommen werden.
 

Dichtewerte frisch angesetzter Lösungen (bei 20 °C):

Normalverdünnung 1 + 7 = 1.050 - 1.056
Sparverdünnung 1 + 11 = 1.034 - 1.040

 

Verarbeitung in Schalen, Trommeln und Walzentransportmaschinen*

Normalverdünnung 1 + 7

Papiertyp Entwicklungszeiten bei Ergiebigkeit pro Liter
20 °C 25 °C 30 °C
PE 60 ± 10 s 45 ± 10 s 30 ± 10 s 117 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 5 m2)
Baryt 90 ± 10 s 60 ± 10 s 45 ± 10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme

* Regenerierung in Walzentransportmaschinen: ca. 350 ml/m2 Frischlösung, Verdünnung 1 + 7.
 

Verarbeitung in Schalen und Trommeln

Sparverdünnung 1 + 11

Papiertyp Entwicklungszeiten bei Ergiebigkeit pro Liter
20 °C 25 °C 30 °C
PE 90 ± 10 s 60 ± 10 s 45 ± 10 s 94 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 4 m2)
Baryt 120 ± 10 s 90 ± 10 s 60 ± 10 s abhängig von der
Flüssigkeitsaufnahme

Die Belichtungszeiten sind so einzustellen, daß die Papiere in der angegebenen Zeit ausentwickelt sind. Längere Entwicklungszeiten sind in der Regel unkritisch.
 

Haltbarkeit

  • Konzentrat in der Originalverpackung = 2 Jahre
  • Vorratslösung 1 + 3 in gut verschlossenen Glasflaschen = 6 Monate
  • Normal- und Sparverdünnung: siehe Ansatzvorschriften

Haben sich bei zu kühler Lagerung Kristalle im Konzentrat abgeschieden, so müssen die ungelösten Anteile in der für den Ansatz vorgeschriebenen Wassermenge restlos aufgelöst werden. Lagerungstemperaturen über 30 °C sind zu vermeiden.

 
Andere SW Papierentwickler von AGFA

Stoppbad

Informationen über Stoppbäder
(Unterbrecherbad)

Für Schwarzweiß-Papiere wird nach der Entwicklung ein Stoppbad empfohlen, das folgende Vorteile hat:

  • Es verhindert eine Nachentwicklung.
     
  • Es verhindert die Einschleppung von alkalischem Entwickler in das Fixierbad. Damit wird die Bildung von dichroitischem Schleier, Gelbschleier und eine Veränderung des Bildtones vermieden.
     
  • Es ermöglicht die Warmtonentwicklung mit NEUTOL LIQUID WA, NEUTOL WA und ADAPTOL (keine Bildtonveränderung durch Nachentwicklung im Fixierbad).
     
  • Es erlaubt die Anwendung eines neutralen Fixierbades (z.B. FX-UNIVERSAL in Verbindung mit FX-Recycling).
     
  • Es verlängert die Haltbarkeit des Fixierbades.

Das Stoppbad wird wie folgt angesetzt:

  • 1 Teil Essigsäure (60 %ig) + 30 Teile Wasser.

Dauer der Behandlung in dem 2 %igen Essigsäure-Stoppbad:
20 - 30 Sekunden (bei 20 - 25 °C).

Eine längere Einwirkung (mehr als eine Minute) erschwert die Auswässerung und verschlechtert dadurch die Haltbarkeit der Fotos. In Durchlaufentwicklungs- und Walzentransportmaschinen kann das Stoppbad mit einem 5 %igen Essigsäurebad regeneriert werden:

  • 1 Teil Essigsäure (60 %ig) + 11 Teile Wasser.

Regenerierquote: 200 ± 50 ml/m2.

In Entwicklungsgeräten für PE-Papiere, in denen kein Stoppbad vorgesehen ist, sollten die sauren Fixierbäder AGEFIX oder ACIDOFIX verwendet werden.

 
Fixierbad

Agfa MC-Fixer

Flüssiges Fixierbadkonzentrat auf Ammoniumthiosulfat-Basis. Ideal abgestimmt auf die AGFA MULTICONTRAST-Papiere PREMIUM und CLASSIC. Auch für alle anderen gradationsvariablen und gradationsfesten SW-Papiere geeignet.

 

Ansatzvorschriften

Das Konzentrat wird mit der entsprechenden Wassermenge verdünnt. Nach dem Vermischen ist das Fixierbad gebrauchsfertig.

Tankfüllung/Normalfixierbad:
1 Teil Konzentrat + 7 Teile Wasser

Regenerator (Tankfüllung)-Schnellfixierbad:
1 Teil Konzentrat + 4 Teile Wasser

Dichtewerte frisch angesetzter Lösungen (bei 20 °C):

Verdünnung 1 + 7 = 1,054 - 1,060
Verdünnung 1 + 4 = 1,078 - 1,084

pH-Wert: 5,3 (bei 20 °C)
 

Verarbeitung (PE-Papier) mit Regenerierung in Durchlaufentwicklungs- und Walzentransportmaschinen (AGFA-PRO)

Verdünnung
als
Fixierzeiten
bei 20 - 35 °C
Regenerator Regenerier-
quote
Schnellfixierbad
1 + 4
20 ± 5 s * MC FIXER
1 + 4
200 ± 20 ml/m2

* Bei Fixierzeiten von 10 ± 5 s muß die Regenerierquote auf 400 ± 20 ml/m2 verdoppelt werden. Verarbeitung ohne Regenerierung in Schalen, Trommeln, Tanks und anderen Entwicklungsgeräten.

 

Verarbeitung ohne Regenerierung in Schalen, Trommeln, Tanks und anderen Entwicklungsgeräten

Verdünnung
als
Papier Fixierzeiten
bei 20 - 35 °C
Ergiebigkeit
pro Liter
Schnellfixierbad
1 + 4
PE 20 ± 10 s 60 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 2.5 m2)
Baryt 60 ± 20 s 35 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 1.5 m2)
Normalfixier-
bad 1 + 7
PE 40 ± 15 s 60 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 2.5 m2)
Baryt 120 ± 30 s 35 Blatt 17.8 x 24 cm
(= ca. 1.5m2)

Haltbarkeit (bei Raumtemperatur)

  • Konzentrat in der ungeöffneten Originalverpackung = 2 Jahre
  • Gebrauchslösung und angebrochene Packungen = max. 3 Monate
 
Hilfsmittel

Agfa Sistan

SISTAN schützt die Filme gegen Bildsilberveränderungen, die durch Umwelteinflüsse verursacht werden. Dieser Fehler macht sich zunächst als rötliche bis gelblich-braune Verfärbung in den hellen Negativpartien bemerkbar und kann später das ganze Negativ durch Umwandlung des Bildsilbers in kolloidales Silber zerstören. Als Fehlerursache sind Industrie- und Autoabgase, Verdunstungen von Heizöl, Kunststofflacken, Preßstoffplatten, nicht säurefreien Kartonagen, Klebstoffen, Klebebändern, frisch geschnittenem PVC und brüchigem Gummi sowie alle Peroxid abgebenden Substanzen und Ozon bekannt.

Ansatzvorschrift

SISTAN wird zum Gebrauch mit Wasser verdünnt: 25 ml SISTAN + 975 ml Wasser. Die vorschriftsmäßig verarbeiteten und gewässerten Negative werden nach der Schlußwässerung eine Minute in der SISTAN-Lösung bewegt.

Achtung! Eine zu hohe SISTAN-Konzentration kann zu Flecken führen, die erst nach einiger Zeit sichtbar werden. Es ist deshalb darauf zu achten, daß die Filme vor dem Trocknen auf Vorder- und Rückseite abgestreift werden, damit nicht durch eintrocknende SISTAN-Tropfen eine partielle Überkonzentration entsteht. Bei der Verarbeitung in Entwicklungsmaschinen müssen die Transportwalzen sorgfältig abgewischt werden, damit die SISTAN-Lösung sich nicht darauf absetzen und auskristallisieren kann.

Ergiebigkeit

In 1 Liter Gebrauchslösung können bis zu 2 m2 Film verarbeitet werden (entspricht ca. 30 - 40 Kleinbild- oder Rollfilmen). Die Lösung kann bis zum letzten Tropfen aufgebraucht werden.

Haltbarkeit

Das Konzentrat ist in der verschlossenen Flasche praktisch unbegrenzt haltbar. Die angesetzte Lösung sollte nach Gebrauch in verschlossenen Flaschen aufbewahrt werden.

 

Agfa Viradon

Durch Tonungsverfahren wird das metallische (schwarze) Bildsilber in ein andersfarbiges Bild umgewandelt. Das Bildsilber wird entweder durch farbige Metalle ersetzt, oder es werden farbige Metallverbindungen am Silberkorn angelagert. Getonte Fotos sind besonders haltbar (archivfest), weil solche Silberverbindungen kaum Veränderungen durch Umwelteinflüsse unterliegen.

Für eine Tonung sind nur Fotos geeignet, die richtig belichtet, vorschriftsmäßig entwickelt, in möglichst frischem Fixierbad fixiert und gut gewässert sind. Im Prinzip können alle Schwarz-weiß-Papiere getont werden. Am besten sind jedoch Warmtonpapiere geeignet.

Man unterscheidet zwischen der direkten und der indirekten Tonung. Bei der direkten Tonung wird das Silberbild in einem Arbeitsgang in eine andere Silberverbindung umgewandelt. Bei der indirekten Tonung muß zunächst gebleicht werden. In einem zweiten Bad entsteht dann das Bild neu, jedoch mit einer andersfarbigen Silberverbindung. Die einfachste Methode ist die Tonung mit VIRADON. Es hat gegenüber anderen Tonungsbädern den Vorteil, daß die Gradation der Bilder nicht beeinflußt wird. In manchen Fällen muß das Bild etwas dunkler belichtet werden.

 
Direkte Tonung mit VIRADON
 
AGFA VIRADON 1 + 50
 
1 - 10 min
(1 Teil VIRADON + 50 Teile Wasser)
 
(je nach gewünschter
Intensität)
Stoppbad (10 %ige Natriumsulfit-Lösung)
(nur erforderlich, wenn ein Nachtonen in der Wässerung verhindert werden soll)
 
1 min

Schlußwässerung (wie für PE- und Barytpapiere angegeben)

 

Indirekte Tonung (mit Bleichbad 44 BL)
 
Bleichen: Bleichbad 44 BL * (1 + 3)
(1 Teil 44 BL-Konzentrat + 3 Teile Wasser)
2 - 5 min
* Process AP 44 (Bleichbad für Color-Umkehrfilmverarbeitung)
 
oder
 

Bleichbad (Rezept Agfa 501):
5500 ml 10 %ige Ferricyankalium-Lösung
100 ml 10 %ige Kaliumbromid-Lösung
400 ml Wasser


 
5 min
Wässerung (fließend)
 
5 min
AGFA VIRADON 1 + 50
(evtl. Stoppbad wie bei der direkten Tonung)
 
3 min
Schlußwässerung (wie für PE- und Barytpapiere angegeben)
Verarbeitungstemperature: 20°C

 

Wer nur auf Archivfestigkeit (Bildsilberstabilität) Wert legt, sollte das direkte Tonungsverfahren anwenden, da sich der Bildton hierbei kaum verändert. Bei der indirekten Tonung werden deutlich wärmere Bildtöne erzielt (Gelb-Rot).

BROVIRA-SPEED 310 ist für die indirekte Tonung weniger geeignet, da bei dieser Tonungsart dunkle und schwarze Bildpartien einen matteren Glanz aufweisen können als hellere Bildpartien.

Hinweis! Um Fleckenbildung zu vermeiden, müssen die Bilder einzeln in die VIRADON-Lösung gelegt und dann gut bewegt werden. Außerdem ist darauf zu achten, daß die für die Tonung vorgesehenen Fotos mit möglichst frischem Fixierbad behandelt und gut ausgewässert sind. Nach der Tonung ist eine gründliche Wässerung erforderlich.

Ergiebigkeit

In 1 Liter Gebrauchslösung können 2 - 3 m2 Fotopapier getont werden (entspricht ca. 45 - 70 Blatt 17,8 x 24 cm).

Haltbarkeit

Das Konzentrat ist in der verschlossenen Flasche praktisch unbegrenzt haltbar. Die Gebrauchslösung kann nicht wieder verwendet werden. Sie wird nach der Tonung weggeschüttet.

 
Informationen und Angaben von AGFA