Einrichtungen
Botanischer Garten der Universität Regensburg

Technische Leitung: Dipl.-Ing. (FH) Volker Debus

Email: volker.debus@biologie.uni-regensburg.de
gs herbar

 
Öffnungszeiten des Botanischen Gartens

Öffnungszeiten des Freilandes
(Mitte April bis Mitte Oktober)

 

Montag

7:00-16:00

Dienstag

7:00-16:00

Mittwoch

7:00-16:00

Donnerstag

7:00-15:30

Freitag

7:00-14:00

Samstag

geschlossen

Sonntag

11:00-18:00

Feiertage

Himmelfahrt,  Pfingstmontag, Fronleichnam

Öffnungszeiten im Winter und Herbst sind witterungsabhängig.


Öffnungszeiten der Gewächshäuser


Werktags:    

7:00-9.15

 

9.45-12.00

 

12.45-15.30

Freitag nur bis    

-12.00

Samstag u. Sonntag

geschlossen


Botanischer Garten



   
 
 


Woche der Botanischen Gärten

   

Im Sommer wird regelmäßig die Woche der Botanischen Gärten abgehalten. Dabei werden zahlreiche Führungen und Veranstaltungen rund um den Botanischen Garten angeboten.

 

Programm 2011  
Programm zur Woche der Botanischen Gärten 2013
(pdf-Datei)
 


     
 
 


Kontakt

Postanschrift
 
Botanischer Garten der
Universität Regensburg
93040 Regensburg

Haus- und
Paketanschrift

Botanischer Garten der
Universität Regensburg
Universitätsstr. 31
93053 Regensburg

 
 

Fax
 
0941/943-3106

Technische Leitung
Dipl.-Ing. (FH) Volker Debus
E-Mail: volker.debus@biologie.uni-regensburg.de

 

 
0941/943-3295

 
BIO 2.1.11

 
Gartenmeister
Andreas Graf
 


 
 
0941/943-2804
 


Gärtner
Martin Berner
Richard Kiefl
Gerhard Goletz
Stanislaw Owczarek
Volkmar Burkert
Susanne Schwan
Kurt Schwarz
Christian Tiebel

 

0941/943-4337

Mitarbeiter (2001), 160kB
     
 
 


Gartenrundgang

Im Gegensatz zu der zweitausendjährigen Geschichte der Stadt Regensburg, kann der Botanische Garten der Universität Regensburg nur auf eine vergleichsweise kurze Existenz zurückschauen. Erst 1977 wurde mit umfangreichen Baumaßnahmen zu dessen Erstellung begonnen. Zwar hat es in der Stadtgeschichte von Regensburg nicht an Versuchen zur Etablierung von Botanischen Sammlungen gemangelt, jedoch war diesen Einrichtungen kein langer Bestand beschieden.
Es steht zu hoffen, dass dem jetzigen Garten mit seinen 4,5 ha am südlichen Stadtrand eine längere Lebensdauer zuteil  wird. Die Aussichten dafür stehen gut, ist doch der Träger des Gartens, die in den 60-er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erbaute Universität Regensburg.

Gartenplan, 272kB

 

Systembeet Liliales, 84kB Das Herzstück der Anlage stellt die Systematische Abteilung der Bedecktsamer dar, welches die verwandtschaftlichen Beziehungen dieser Pflanzen untereinander widerspiegelt und nach stammesgeschichtlichen Gesichtspunkten aufgebaut wurde. Sehr sinnfällig fügen sich die aus ein oder mehreren Unterklassen bestehenden System-Arme in das sanft von Ost nach West aufsteigende Gelände ein. So sind die ursprünglichsten Arten am Hanggrund angesiedelt. Die Höherentwicklung symbolisierend, steigen von dort mehrere System-Arme auf, um an der Hangkrone in den Bereich der höchst entwickelten Arten des Pflanzenreiches überzugehen.

Wohltuend weicht das System des Regensburger Gartens von der häufig als langweilig empfundenen Aneinanderreihung von Beeten herkömmlicher Systematikkonzepte ab, wie sie zumeist noch in älteren Botanischen Gärten anzutreffen sind.

Die Regensburger Anlage gefällt durch ihre Großzügigkeit. Durch die Einbeziehung von baum- und strauchartigen Pflanzenvertretern entstehen immer wieder kleinräumige Strukturen mit Ein- und Durchblicken. In einzelnen Fällen gelingt es durch die Zuordnung Naturstandort entsprechender Accessoires, wie z.B. Felsblöcke für die Steinbrech- u. Dickblattgewächse die Lebensräume der jeweiligen Pflanzen anzudeuten.

Selbst Wasserpflanzen wurden mittels kleiner oder größerer Wasserbecken in die Systematische Abteilung integriert. Häufig sind die Ränder dieser Wasserflächen mit Holzschwellen besetzt, die als Sitzplätze zum Verweilen einladen. Durch die unterschiedlichen Becken und Teiche wird eine außerordentliche Vielfalt an aquatischen Lebensräumen geboten. Ein Beleg dafür sind auch die 12 im Garten nachgewiesenen Libellen-Arten.

Dem südlichen Rand der Systematischen Abteilung schließt sich die Geographische Abteilung an. Ursprünglich beherbergten unsere geographischen Abteilungen nur Gehölze, die während des recht warmen geologischen Erdzeitalters Tertiär in den artenreichen, sommergrünen Laub- u. Nadelmischwäldern im nördlichsten Teil unserer Erdhalbkugel bis nach Spitzbergen anzutreffen waren. In den nachfolgenden Eiszeiten verschwanden viele dieser Pflanzen. Anderen gelang es in wärmebegünstigten Zonen ihrer Kontinente bis in unsere Zeit zu überleben. Neben diesen sogenannten Tertiärrelikten haben aber auch mittlerweile Pflanzen in diesen Bereich Einzug gehalten, die nicht nur auf eine uralte Ahnenreihe blicken können, sondern deren Entstehung  sich erst nach den Eiszeiten vollzog.

Geographische Abteilung, 101kB

Die Grundfläche dieser Abteilung umfasst annähernd  4000 qm mit etwa 800 Pflanzenarten. Von Ost nach West ist sie in die Erdteile Amerika, Asien und Europa unterteilt, dabei bilden große, im Boden versenkte Steinquader die Grenzen zwischen den Kontinenten. Die Flächen sind ansprechend gegliedert, wobei englische Gartengestaltungselemente Berücksichtigung fanden. Eine Vielzahl schöner und seltener Pflanzen, die hier zu finden sind, machen diesen Bereich sicherlich zu einem sehenswerten Gartenteil.

Geographische Abteilung, 101kB


Submediterraner Bereich, 84kB Ein Teil der westlichen Abgrenzung der systematischen Abteilung wird vom Submediterranen Bereich gebildet. Pflanzen aus einer bestimmten Höhenstufe südlich der Alpen sind in diesem Areal anzutreffen. Ist auch der hintere Geländeabschnitt jener Anlage nur in Form einer einfachen Gehölzpflanzung vorhanden, so vermag doch der Vordergrund durch eine großzügige Staudenpflanzung mit thermophilen Arten zu gefallen. Die Pflanzung zeigt sich im Juni/Juli in einem farbenprächtigen Zustand, wenn Felsennelke, Graslilie, Mauerpfeffer und diverse Klee-Arten zusammen mit einer ganzen Reihe anderer Pflanzen ihren Blütenhöhepunkt erreichen.

Nach Norden geht der hintere Teil des submediterranen Bereiches in einen Eichen-Birkenwald über, der natürlicherweise in W- und NW-Europa auf sandigen, bodensauren und nährstoffarmen Böden anzutreffen ist. Im Laufe der Menschheitsgeschichte führte die großflächige Abholzung dieses Waldtyps und die anschließende  Beweidung zu einer andersgearteten Vegetationsform, nämlich der Heide. Die weitläufige Heidelandschaft, welche sich im Botanischen Garten an den Eichen-Birkenwald angliedert, ist ein Demonstrationsbeispiel, welche Auswirkungen der anthropogene  Einfluss auf die Natur haben kann. Während die Atlantische Heide mit seinen großflächigen Besenheide-Beständen und den Einstreuungen von Findlingen die Stimmung der Lüneburger Heide in Norddeutschland wiedergibt, wird die in Westeuropa anzutreffende Ginsterheide vorwiegend von Stech- und Besenginster geprägt.

Heidelandschaft, 99kB

Integriert in die Heidelandschaft wurde auch die Nachbildung einer kleinen Binnendüne, wie sie während der Eiszeiten in nicht mit Eis bedeckten, aber weitgehend vegetationslosen Sandgebieten durch den Wind geschaffen wurde. Sehenswert ist auch das dort befindliche Heidemoor.

Auwald, 104kB

Nach Norden grenzt eine Pflanzung unterschiedlicher Auwald-Ausprägungen das System ab. Diese, durch hohen Grundwasserstand  oder häufige Überschwemmungen gekennzeichneten Vegetationstypen unserer Heimat,  sind entlang eines künstlichen Bachlaufes aufgepflanzt. Den schönsten Anblick vermitteln die Auwald-Formationen Schwarzerlenbruch und Eschen-Ulmen-Auwald im oberen Bereich des Bachlaufes. Im März/April ist die Fläche mit einem Blütenteppich von Knotenblume, Schlüsselblume, Buschwindröschen, Sumpfdotterblume,  Scharbockskraut  und Bärlauch überzogen.
Seit 2008 wartet jetzt aber auch der Unterlauf des Bachlaufes mit einer besonders gestalteten Vegetationsform innerhalb der Auwald-Formation Präalpine Grauweidengesellschaft auf. So wurde dort die Pflanzengesellschaft Strandrasen mit dem vom Aussterben bedrohten Bodensee-Vergissmeinnicht etabliert.


Außerhalb der Gartenumzäunung schließt sich dem Auwald nach Norden hin die  Mitteleuropäische Laubwaldzone an, die erahnen lässt, wie unsere Vegetation ohne menschliche Eingriffe oder besondere Standortverhältnisse wie z.B. hoher Grundwasserstand aussehen würde. Die Nördliche Nadelwaldzone nebenan repräsentiert die Vegetation der nördlichen Breiten, die auch unter dem Begriff Taiga bekannt ist. Folgt man auf unserer Erdhalbkugel der Taiga-Vegetation weiter nach Norden, dann tritt der Waldbewuchs zurück und mündet in eine durch Sträucher und Kräuter charakterisierte, baumlose Zwergstrauchtundra. Eingegrenzt mittels eines kleinen Zaunes beherbergt unsere Tundra gegenüber der Nördlichen Nadelwaldzone gelegen, auch ein Tundramoor, dessen Begehung mittels eines Bohlenweges möglich ist.

Vegetation verändert sich nicht nur in der Abfolge der Breitengrade sondern auch mit ansteigender Höhe, so zeigt die angrenzende Alpine Höhenstufengliederung die verschiedenen Vegetationstypen oberhalb der Laubwaldstufe.

Tundra, 89kB

Östlich des Systems setzt sich die sanfte Neigung des Hanges nach unten fort und geht in kleinen Gewächshausbereich und den unteren Gartenteil über.
Gut die Hälfte des unteren Gartens nimmt die Versuchs- und Anzuchtsfläche ein. Im Frühjahr und Sommer wartet die Fläche mit blühenden Stauden auf, die einerseits für die Lehre und Forschung Verwendung finden, andererseits aber auch zur Bestückung der Themenflächen herangezogen werden. Dort eingestreute Rasenpartien dienen als Standort für die im Aufbau befindliche bayerische Mehlbeeren-Sammlung

Haus 4, 89kB Den südwestlichen Teil des unteren Gartens füllt der Schulgarten aus, der mit zwei Biotopen – einem Teich und einem Trockenhügel- aufwartet. In den letzten Jahren wurden speziell für Kinder interessante Anlagenteile wie Sinnespfad, Künstliche Nisthilfen für Wildbienen, Kräuterspirale und Klangspiele hinzugefügt. Auch die Versuchsbeete im Schulgarten erfuhren eine wesentliche Erweiterung, um den Lehramtsstudenten für Biologie, einen hautnahen Bezug zu ihrem Fach zu ermöglichen.


Nicht weit davon entfernt entstand 2004 auf ehemaligem Terrain der Versuchs- und Anzuchtsfläche die Abteilung Gefährdete Pflanzen Bayerns. Initiiert durch den Lehrstuhl für Botanik an der Universität Regensburg, dessen Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Biodiversität, Ökologie und Naturschutz liegen, unterhält der Botanische Garten hier eine Schaufläche für bedrohte Pflanzen. Einige der seltensten Arten Deutschlands wie Herzlöffel (Caldesia parnassifolia) und Augsburger Steppengreiskraut (Tephroseris integrifolia ssp. vindelicorum) u.a. werden dort kultiviert.  

Haus 4, 89kB


An das Revier Bedrohte Pflanzen Bayerns schließt sich die 2005 entstandene Abteilung Biologische Gruppen an. Unterteilt ist dieses Areal nach gewissen Lebens- und Erscheinungsformen von Pflanzen wie Blütenbiologie, Blütenstände und Bestäubung und bietet damit speziell den Studenten der Botanik nochmals die Möglichkeit theoretische Kenntnisse anhand von Lebendmaterial zu vertiefen. 


Haus 4, 89kB Wie viele andere Botanische Gärten besitzt die Regensburger Anlage auch einen Pharmazeutischen Garten. Diese im nordwestlichen Zipfel des unteren Gartens gelegene Abteilung ist terrassiert. Während die unterste Terrasse eine Aufpflanzung von Giftpflanzen aufweist, finden sich auf den nachfolgenden Terrassen die Pflanzen nach Inhaltsstoffen wie z. B. Alkaloide, Saponine, Glykoside usw. untergliedert.


Unterhalb der Pharmazeutischen Abteilung schließen sich die sogenannten Schattenhallen an, die neben einem Sortiment an Kletterpflanzen auch eine kleine Sammlung schattenverträglicher Pflanzen als auch sporentragender Pflanzen, wie Farne und Schachtelhalme beherbergen.  

Haus 4, 89kB



Haus 4, 89kB
Der für Besucher zugängliche Gewächshausbereich umfaßt ca. 450 qm und ist in vier Häuser unterteilt. Während das Haus 1 zur Kultur vorwiegend von Farnen, Bromelien und Orchideen dient sind in Haus 2 Insektivoren und Nutzpflanzen aus den temperierten Bereichen der Erde zu finden. Pflanzen des Tropischen Regenwaldes beherbergt das Haus 3 wobei auch hier eine Vielzahl von tropischen Nutzpflanzen zu sehen sind. Kakteen und andere sukkulente Pflanzen wurden im hinteren Abschnitt von Haus 4 angesiedelt. Der vordere Teil ist mit Insektivoren der kühleren Bereiche unserer Erde bestückt

 
Flechtenführer durch den Botanischen Garten Regensburg


     
 
 
Spezialsammlungen

Gruppe

Arten

Akzessionen

Zugänglichkeit

Erythronium (Hundszahn)
   Abb. 1    Abb. 2    Abb. 3

18

54

überwiegend nicht öffentlich

Polygonatum (Salomonsiegel)
   Abb. 1    Abb. 2    Abb. 3

30

45

überwiegend öffentlich

Rosa (Rosen)
   einheimische Arten

25

27

öffentlich

Rubus (Brombeeren)
   einheimische Arten

70

70

überwiegend öffentlich

Sorbus (Ebereschen)
   darunter viele Kleinarten

30

33

öffentlich

Tricyrtis (Krötenlilien)
   Abb. 1    Abb. 2    Abb. 3

14

24

überwiegend öffentlich

Trollius (Trollblume)
   Abb. 1    Abb. 2

10

20

öffentlich

     
     
 
 
Links

Botanische Gärten in Bayern

Botanischer Garten Augsburg

Ökologisch-Botanischer Garten der Universität Bayreuth

Botanischer Garten der Stadt Hof

Botanischer Garten der Universität Erlangen-Nürnberg

Botanischer Garten München-Nymphenburg

Staatliche Forschungsanstalt für Gartenbau an der FH Weihenstephan

Botanischer Garten der Universität Würzburg