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EINFÜHRUNG
VEGETATIVE VERMEHRUNG
1. Freisetzung der Tochterkolonien
2. Wachstum und Sensitivität für das Sexpheromon
3. Embryogenese und Differenzierung
4. Inversion
5. Wachstum und Ausbildung der extrazellulären Matrix
6. Die extrazelluläre Matrix unter vegetativen Bedingungen
SEXUELLE VERMEHRUNG
1. Das Sexpheromon (Induktor)
2. Das sexuelle Zellteilungsprogramm der Gonidien
3. Die extrazelluläre Matrix unter sexuellen Bedingungen
PUBLICATIONS
JOBS
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Die
extrazelluläre Matrix (ECM) von Volvox carteri ist in 4
Zonen strukturiert (Kirk et al., 1986): |
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FZ
flagellar zone |
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BZ boundary zone
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CZ cellular zone |
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DZ deep zone
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Jede Zone
kann durch ihre Ultrastruktur und charakteristische ECM-Glykoproteine
definiert werden.
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FZ und BZ sind in Volvox
noch wenig charakterisiert, zeigen aber mit Chlamydomonas reinhardtii
strukturelle
Ähnlichkeiten (Kirk et al., 1986). Bisher
wurde ein einziges Gen, das für ein BZ-Glykoprotein (I-SG) in Volvox
codiert,
kloniert und charakterisiert (Ertl
et al., 1992).
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CZ ist in der Hauptsache aus zwei
unlöslichen, quervernetzten Glykoproteinen aufgebaut, wie eine SDS-PAGE
nach Extraktion mit SDS bei 95°C und anschließender HF-Spaltung zeigt (Godl
et al., 1995).
Das sulfatierte Glykoprotein SSG 185 ist die monomere Vorstufe der CZ3-Zone, wie immunologische Techniken (Ertl et al., 1989) zeigen konnten. Die Primärstruktur und die Kohlenhydratstruktur (Ertl et al., 1989) sind
aufgeklärt und
legen eine Quervernetzung über Ara-Phosphodiester (Holst et al., 1989) nahe.
Pherophorine gehören zu einer ECM-Proteinfamilie, die Homologien zum
Sexpheromon aufweisen. Sie werden
mit erstaunlich unterschiedlichen Eigenschaften in verschiedenen Zonen der
ECM exprimiert.
Die Pherophorine I und III sind charakteristisch für asexuell wachsende
Kolonien (Godl et al., 1995) und sind neben
dem SSG 185 Hauptkomponenten der CZ.
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DZ-Proteine waren bisher wenig
definiert, konnten aber in letzter Zeit in unserem Labor genauer
charakterisiert
werden. In asexuellen Kolonien konnte ein hydroxyprolinreiches
Glykoprotein (DZ3) als Hauptkomponente in der DZ identifiziert werden. Die monomeren Bausteine scheinen auch bei diesem
Protein über Ara-Phosphodiester
verbrückt zu sein.
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